Dreihundert Jahre Einsamkeit

Die Idee eines in ungewohnter Umgebung gestrandeten Individuums hat weltweit Autoren fasziniert und eine eigene literarische Gattung begründet. Daniel Defoes ‚Robinson Crusoe‘, erschienen im April 1719, gilt als erster Abenteuerroman der Weltliteratur und entwickelte sich auf Anhieb zum Bestseller. Innerhalb von nur drei Monaten erschienen vier Auflagen, wenig später bereits diverse Raubdrucke sowie 1720 unter anderem zwei deutsche Übersetzungen. Zwar wird Defoes Werk vor allem aufgrund regelmäßig vorgenommener, meist umfangreicher Kürzungen inzwischen eher als Jugendbuch wahrgenommen, doch dient das Buch bis heute noch vielen Autoren als Inspirationsquelle. So erschienen im Laufe der vergangenen drei Jahrhunderte weltweit unzählige Werke von Nachahmern, die alle jeweils die Idee eines isolierten Individuums in ungewohnter Umgebung thematisierten beziehungsweise variierten. Längst gelten derlei Robinsonaden als eigene Literaturgattung. Für Deutschlandfunk Kultur hat Christian Blees ein Literatur-Feature über Robinsonaden in der Literatur gechrieben.

Sendetermin: Freitag, 12. April 2019, 19.30 Uhr.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.