Cash me if you can

Die Deutschen lieben Bargeld. So hat sich seit der Euro-Einführung 2002 die Menge der im Umlauf befindlichen Banknoten fast verdreifacht. Dennoch gerät das Bargeld immer stärker in die Defensive: Immer mehr europäische Länder verzichten auf Ein- und Zwei-Cent-Münzen, führen Obergrenzen für Barzahlungen ein oder diskutieren die Abschaffung von Geldscheinen mit hohem Nennwert — angeblich, um Geldwäsche und Schwarzgeld effektiver bekämpfen zu können. Zudem sind weltweit viele Varianten des elektronischen Zahlungsverkehrs auf dem Vormarsch: Kreditkarten, Bezahlen per Smartphone oder Fingerabdruck.

Dies hat dazu geführt, dass in Schweden inzwischen vier von fünf Bürgern fast alles per Karte bezahlen. Auch Großbritannien scheint sich auf dem Weg in eine bargeldlose Gesellschaft zu befinden. Hat das Bargeld überhaupt eine Zukunft? Darüber berichtet das Feature CASH ME IF YOU CAN von Christian Blees, das am 17.12. auf Deutschlandradio Kultur ausgestrahlt wurde. Es ist hier zum Nachhören und Download online verfügbar.

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Dokumentation: Zukunft Windenergie

Am 25. und 26. März 2019 hatte die Fachagentur Windenergie an Land in Berlin ihre nunmehr zweite Fachkonferenz zur Zukunft der Windenergie durchgeführt. Im Fokus der Veranstaltung stand die Frage, wie Deutschland seine Klimaziele bis 2030 schaffen und welche Rolle die Windenergie an Land dabei spielen kann. Rund 200 Vertreterinnen und Vertreter u.a. aus Bundes- und Länderministerien, Kommunen, Behörden, Energieagenturen, der Branche und aus den Bereichen Wissenschaft, Naturschutz, Planung und Recht nahmen daran teil. Der inhaltliche Austausch zwischen den verschiedenen am Ausbau der Windenergie an Land beteiligten Gruppen wurde in einer Dokumentation veröffentlicht, für die das Journalistenbüro Berlin die Beiträge verfasst hat. Die 72-seitige Bröschüre ist kostenlos erhätlich bei der FA Wind, www.fachagentur-windenergie.de

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Die törichte Neigung, in der Welt herumzuschweifen

Im April 1719 veröffentlichte der Londoner Verleger William Taylor „Robinson Crusoe“. Das Manuskript stammte aus der Feder des damals bereits 59 Jahre alten Autors Daniel Defoe. Trotz seines recht hohen Preises war die erste Auflage bereits nach drei Wochen vergriffen. Ein weiteres Indiz für die Popularität des Buches war zudem die Tatsache, dass noch im selben Jahr nicht weniger als vier Raubdrucke erschienen — und schon 1720 die erste offizielle deutsche Ausgabe. Bis heute scheint „Robinson Crusoes“ Ruhm ungebrochen, hat es mit den „Robinsonaden“ doch sogar eine ganz eigene Literaturgattung geschaffen.

300 Jahre nach der Erstveröffentlichung des Romans begibt sich Christian Blees in seiner „Langen Nacht“ auf Spurensuche: Wieviel Fiktion und wieviel Wahrheit stecken in „Robinson Crusoe“? War Daniel Defoe nicht nur ein ausgemachter Vielschreiber, sondern vielleicht auch ein Rassist? Und was hat es eigentlich mit jener Hauptinsel des Juan-Fernández-Archipels auf sich, die seit 1966 die offizielle Bezeichnung „Robinson Crusoe Island“ trägt?

Sendetermin: In der Nacht von Freitag, 16., auf Samstag, 17. August, ab 00.05 Uhr auf Deutschlandfunk Kultur. Wiederholung am Samstag, 17. August, ab 23.05 im Deutschlandfunk.

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Buchvorstellung am 2. August bei WDR 5

25 Minuten freies Gespräch über ein Thema – möglich macht dies die Redezeit bei WDR 5. Am 2. August durfte ich hier mein Buch „Die letzten Byzantiner“ vorstellen, die Vertreibung der Griechen vom Schwarzen Meer. Dank gebührt Moderatorin Elif Şenel (rechts) und Redakteurin Lioba Werrelmann! Nachgehört werden kann das Ganze HIER.

 

 

 

 

 

 

 

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Die im Dunkeln sieht man nicht

Mit Ausbruch der weltweiten Finanzkrise 2007 rückten Schattenbanken erstmals in das Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit. Der Begriff bezeichnet Akteure auf den Finanzmärkten, die bankähnliche Funktionen wahrnehmen, jedoch nicht derselben Kontrolle und Regulierung unterworfen sind. Zu den Schattenbanken gehören beispielweise Geldmarkt- oder Hedgefonds sowie Kreditversicherungen. Da sich die regulären Banken aus riskanteren Anlagen zurückgezogen haben, übernehmen sie im weltweiten Finanzsystem inzwischen eine immer wichtigere Rolle. In den USA wird bereits die Hälfte aller Kredite von Schattenbanken vergeben, in Europa immerhin gut ein Drittel. Kritiker warnen, dass ihre Rolle unterschätzt wird, sie könnten der Ausgangspunkt der nächsten Finanzkrise sein.

Das „Zeitfragen“-Feature über Schattenbanken von Christian Blees wurde am Dienstag, dem 23. April 2019, von Deutschlandfunk Kultur ausgestrahlt und ist hier per Stream und als mp3-Download zum Nachhören verfügbar.

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Dreihundert Jahre Einsamkeit

Die Idee eines in ungewohnter Umgebung gestrandeten Individuums hat weltweit Autoren fasziniert und eine eigene literarische Gattung begründet. Daniel Defoes ‚Robinson Crusoe‘, erschienen im April 1719, gilt als erster Abenteuerroman der Weltliteratur und entwickelte sich auf Anhieb zum Bestseller. Innerhalb von nur drei Monaten erschienen vier Auflagen, wenig später bereits diverse Raubdrucke sowie 1720 unter anderem zwei deutsche Übersetzungen. Zwar wird Defoes Werk vor allem aufgrund regelmäßig vorgenommener, meist umfangreicher Kürzungen inzwischen eher als Jugendbuch wahrgenommen, doch dient das Buch bis heute noch vielen Autoren als Inspirationsquelle. So erschienen im Laufe der vergangenen drei Jahrhunderte weltweit unzählige Werke von Nachahmern, die alle jeweils die Idee eines isolierten Individuums in ungewohnter Umgebung thematisierten beziehungsweise variierten. Längst gelten derlei Robinsonaden als eigene Literaturgattung. Für Deutschlandfunk Kultur hat Christian Blees ein Literatur-Feature über Robinsonaden in der Literatur gechrieben.

Sendetermin: Freitag, 12. April 2019, 19.30 Uhr.

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Prgrammhinweis: Dienstag, 19. März, 19.30 Uhr, Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen-Feature
Wir verkaufen Emotionen
Erlebnisshopping ist die Zukunft des Handels
Von Mirko Heinemann

Um der stark wachsenden Online-Konkurrenz zu begegnen, müssen sich Händler immer neue Kniffe einfallen lassen. Als Gegentrend zum bequemen, aber eher reizarmen Einkauf im Internet erweist sich derzeit das Erlebnisshopping. Die Käufer von heute wollen nicht nur das Produkt erwerben, sondern ebenso damit verknüpfte Emotionen und Geschichten. Wir zeigen, wie das in der Praxis funktioniert: Wir besuchen eine abendliche Verkaufsparty, begleiten einen Außendienstler beim Haustürgeschäft, testen unsere Wettertauglichkeit in der Regenkammer eines Outdoor-Ausrüsters und erzählen die Erfolgsstory eines Händlers von Fantasy-Artikeln.

(Länge 30 Minuten)

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Die Ware Leben

‚Felix und Felka‘, ein Roman über das deutsch-jüdische Malerehepaar Felix Nussbaum und Felka Platek, ‚Stan‘ über den Komiker Stan Laurel oder ‚Mary Shelley‘ über die Autorin von ‚Frankenstein‘ haben eines gemeinsam: Sie stehen stellvertretend für ein spezielles Literaturgenre, das immer mehr an Bedeutung gewinnt. Romanbiografien nähern sich realen, meist historischen Persönlichkeiten stilistisch mit einer Mischung aus Fakten und Fiktion. Bisweilen werden die Verfasser von einem Verlag sogar ausdrücklich darum gebeten, ihre jeweilige Biografie nicht etwa als Sachbuch, sondern in Romanform abzufassen. Worin liegt sowohl aus Autoren- wie aus Verlagssicht der Reiz, aber auch das Risiko dieses in letzter Zeit in Mode gekommenen Genres?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich das halbstündige Radiofeature von Christian Blees. Sendetermin: Freitag, 28. Dezember 2018, ab 19.30 Uhr, in der Reihe „Zeitfragen“ auf Deutschlandfunk Kultur.

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Buchvorschau

Mirko Heinemann
Die letzten Byzantiner
Die Vertreibung der Griechen vom Schwarzen Meer
Eine Spurensuche

Das Osmanische Reich im Ersten Weltkrieg: Am Abend des 9. August 1917 schießen Kriegsschiffe des christlichen Russland die Kleinstadt Ordu an der Schwarzmeerküste in Brand. Deren griechische, ebenfalls christliche Minderheit fürchtet die Rache ihrer muslimischen Nachbarn und versucht panisch, an Bord der russischen Kriegsschiffe zu gelangen. Zu den glücklich Geretteten zählt die 15-jährige Alexandra. Doch ihre Heimat sieht sie niemals wieder. In den Jahren nach dem Krieg werden aus dem Gebiet der heutigen Türkei etwa 1,2 Millionen Griechen zwangsausgesiedelt – das Ende einer mehr als 2500-jährigen Kulturgeschichte.
100 Jahre später reist Alexandras Enkel Mirko Heinemann auf den Spuren seiner Familie und der letzten Griechen durch den Norden der Türkei. Er erzählt, wie die christlichen Minderheiten in den letzten Jahren des Osmanischen Reichs drangsaliert, verfolgt und ermordet wurden und nach dem Ersten Weltkrieg den Interessen der Großmächte zum Opfer fielen. Eine hierzulande fast vergessene Geschichte, die bis heute das Verhältnis zwischen der Türkei und Europa prägt. Link zum Ch. Links Verlag

Erscheint voraussichtlich: März 2019
Ausstattung: Hardcover mit Schutzumschlag
Format: 12,5 x 20,5 cm
Seitenzahl: ca. 272
Abbildungen s/w: ca. 30
ISBN: 978-3-96289-033-9
Reihe / Kategorie: Politik/Zeitgeschichte

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„Dann macht es bumm!“

Die beiden „Volkskulturen“ Fußball und populäre Musik führen seit rund einhundert Jahren eine innige Beziehung. Wer vermag sich heutzutage beispielsweise noch einen Verein vorzustellen, der nicht über eine eigene Hymne verfügt? Und kein WM-Turnier ohne eigenen Song. Dabei hat das Singen über Fußball im Laufe der Zeit einen Wandel vollzogen: vom allgemeinen Loblied auf den Sport und seine Spieler hin zur Ode an konkrete Helden und Mannschaften. Mit dem Aufblühen der Schlager- und Popmusik fühlten sich immer mehr Spieler dazu aufgerufen, selbst eine Platte einzusingen. Umgekehrt frönen diverse professionelle Musiker mit Inbrunst ihrer Fußball-Leidenschaft. So ließ sich Sir Elton John einst sogar zum Präsidenten seines Lieblingsvereins ernennen. In einem Radiofeature beleuchtet Christian Blees die historischen und soziologischen Hinter- und Abgründe einer oft skurrilen Symbiose.

Sendetermin: Sonntag, 14. Oktober 2018, ab 20.05 Uhr, im Deutschlandfunk.

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