World of Bookcraft

2019 überschritt der Markt für Computerspiele in Deutschland erstmals die Grenze von sechs Milliarden Euro Umsatz — im Vergleich zum Vorjahr ein Zuwachs um sechs Prozent. Für die Buchbranche werden die mittlerweile 34 Millionen Menschen, die sich hierzulande regelmäßig per Konsole, PC oder Smartphone in digitalen Spielewelten tummeln, zu einer immer lukrativeren Zielgruppe. So erreichen Titel aus der Sparte „Roman zum Spiel“ mitunter enorme Auflagenzahlen, manche Autoren haben sich sogar auf dieses Genre spezialisiert. Dabei sind Game-Romane — bei denen die Grenzen zwischen klassischer Science-Fiction-, Fantasy- oder Thriller-Literatur oft ineinanderfließen —nicht selten besser als ihr Ruf. Auf der anderen Seite freuen sich Computerspiele-Entwickler, wenn sie auf eine erfolgreiche literarische Vorlage zurückgreifen können, anstatt sich mit enormem technischem und personellem Aufwand komplett neue Inhalte ausdenken zu müssen. Kein Wunder also, dass der entsprechende Lizenzhandel auf Branchentreffen wie der Frankfurter Buchmesse oder der Kölner Games Con mittlerweile zum Alltag gehört.

Das 30-minütige Literaturfeature von Christian Blees zum Thema läuft am Freitag, dem 6. November, ab 19.30 Uhr auf Deutschlandfunk Kultur.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.